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Chris hat seine Single-Freundinnen und -Freunde am Heiligen Abend zu einem geselligen  Beisammensein geladen. In vertrauter Runde hofft man, sich vor den weihnachtlichen Gefühls-abgründen schützen zu können.

 

Anfangs läuft alles planmäßig. Als aber, für viele unerwartet, der für sein provokantes Schandmaul bekannte Manny erscheint, laufen die Dinge aus dem Ruder. Das zunächst unbeschwerte Miteinander mutiert zum Offenbarungsmarathon; es geht ans 'Eingemachte'; Weltsichten und Lebenskonzepte prallen aufeinander; kein Thema wird ausgelassen: Lebenssinn und Lebenslüge, Selbstverwirklichung, Ehe, Familie, Freundschaft, Einsamkeit und 'selbstverständlich' die allge-meine Gleichgültigkeit gegenüber dem Elend der Welt.

 

Das Ganze geht nicht ohne Verletzungen ab. Ilka und Gala verlassen frustriert frühzeitig den Ort des Geschehens, weil ihnen gewisse Äußerungen der Freunde zu nahe gegangen sind. Aber auch  Jürgen muss zwischendurch bei einem Spaziergang Dampf ablassen.

 

Nachdem sich auch die letzten Gäste früher als geplant verabschiedet haben, taucht unerwartet Kathrin auf, die sich bereits zu Beginn des Stücks telefonisch ins Spiel gebracht hatte. Sie ist aus ihrer unerträglichen Familienidylle geflüchtet und hofft nun, auch ihrem Heiligen Abend im Freun-deskreis eine positive Wendung geben zu können. Mit ihrer Philosophie, Lebensglück bestehe u. a. aus Momenten, in denen sich vertraute Menschen in persönlichen Begegnung geistig nahe sind, versucht sie, den von seiner alternativen Weihnachtsparty enttäuschten Chris wieder auf andere Gedanken zu bringen.